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Digitaler Austausch von Abrechnungsinformationen
MWM-Libero beim Bahnhof Bad Kreuznach

Bonn, im November 2014.

Der digitale Austausch von Abrechnungsinformationen zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber wird immer wichtiger. Daher setzen bauausführende Unternehmen wie die im thüringischen Berka ansässige Hasselmann GmbH vermehrt auf den Einsatz entsprechende Softwaresysteme und arbeiten seit der Firmengründung 1998 mit MWM-Libero, einem Programm für Aufmaß, Mengen- und Massenermittlung sowie Bauabrechnung.

Das thüringische Bauunternehmen wickelt heute mit 180 Mitarbeitern bundesweit Projekte im Bahn-, Kommunal- und Ingenieurbau ab. Obwohl Hasselmann hauptsächlich auf die Aufgabenstellungen rund um die Deutsche Bahn AG spezialisiert ist und Leistungen wie Bahnsteig-, Gleistief- und Kabeltiefbau, Tiefenentwässerung, Stahlbau- und Stahlsonderkonstruktionen sowie Elektrotechnik anbietet, sind die Bauexperten auch Partner für zahlreiche andere Auftraggeber.

Insgesamt setzt die Baufirma 19 Lizenzen der Software des Bonner Systemhauses MWM Software & Beratung GmbH ein. Nicht nur die vier hauptamtlichen Abrechner, sondern auch Bauleiter nutzen das Programm zur Bauabrechnung. Darüber hinaus kommt auch die Zusatzanwendung DIG-CAD, mit der die Arbeitsvorbereiter schnell und einfach Mengen aus Zeichnungen ermitteln und diese zur Weiterbearbeitung in MWM-Libero übertragen, zum Einsatz.

MWM-Libero beim Umbau des Bahnhofs in Bad Kreuznach
Auch beim Umbau des Bahnhofs in Bad Kreuznach sind die Bauspezialisten von Hasselmann involviert. In diesem Projekt war Hasselmann zuständig für den gesamten Umbau des Bahnhofs. Hierzu gehörten fünf Bahnsteige, eine Unterführung unter fünf Gleisen, vier Treppenanlagen und Aufzugschächte, die komplette Beleuchtungsanlage und mehrere Zuwegungen. MWM-Libero wurde bei diesem Projekt zur Abrechnung der von ihnen erbrachten Bauleistungen eingesetzt.

Baustelle in Bad Kreuznach für die DB AG
Baustelle in Bad Kreuznach für die DB AG

Insgesamt hat die Deutsche Bahn in Bad Kreuznach über zehn Millionen Euro in den Bahnhof investiert und sowohl das Erscheinungsbild als auch die Aufenthaltsqualität für die Fahrgäste verbessert. So wurde durch eine neue Personenunterführung ein direkter Zugang zum Bahnhof aus südlicher Richtung geschaffen, der die Erreichbarkeit der Verkehrsstation verbessert und so den Öffentlichen Schienenverkehr in Bad Kreuznach attraktiver macht.

Barrierefrei und für Seheingeschränkte nutzbar
Auch weisen nun alle fünf Bahnsteige eine Länge von 213 Metern und 55 Zentimeter Höhe auf und sind mit einem taktilen Leitsystem für Seheingeschränkte versehen. Die Bahnsteige wurden mit Aufzügen an die neue Personenunterführung angeschlossen und sind, wie auch der umgebaute Zugang vom Bahnhofsgebäude zum Bahnsteig 1, barrierefrei erreichbar. Über eine neue Türanlage können alle Bahnreisenden, auch mobilitäts-eingeschränkte, den Eingang zur Empfangshalle benutzen. Die Treppe von Bahnsteig 2/3 zur Unterführung einschließlich der Überdachung mit Oberlicht wurde, wie auch die südliche Treppenanlage von Bahnsteig 1 zur Unterführung und die nördliche Treppenanlage von Bahnsteig 4/5 neu gebaut.

Aufmaße erfassen
Um mit dem Auftraggeber, der Deutschen Bahn, die beim Umbau Bad Kreuznacher Bahnhofs erbrachten Bauleistungen schnell und fehlerfrei abzurechnen, müssen erst einmal die entsprechenden Aufmaße der einzelnen Leistungen erfasst werden. Dipl.-Ing. (FH) Oliver Schietrumpf, Oberbauleiter bei Hasselmann und zuständig für die Bereiche Bahn- und Ingenieurbau, erläutert: „Abhängig vom Einzelfall erfassen wir entweder die Aufmaße analog auf der Baustelle zusammen mit dem Auftraggeber und ordnen diese den Positionen in MWM-Libero zu. Oder wir ermitteln mit der Zusatzanwendung DIG-CAD Aufmaß die Mengen aus den Zeichnungen. Diese werden dann automatisch in MWM-Libero übertragen.“

Für die sogenannte „optimierte Bauabrechnung“ erhält Hasselmann das Auftragsleistungsverzeichnis von der Deutschen Bahn als GAEB-Datei, in das die einzelnen Aufmaße den Positionen entsprechend eingegeben werden. Die abzurechnende Leistung oder die Mengermittlung wird anschließend als DA11-Datei an die Abrechnungsstelle der Deutsche Bahn übertragen. DA11 ist die Abkürzung einer Austauschdatei gemäß REB (Regelungen für die elektronische Bauabrechnung). Das Austauschformat ist eine enorme Erleichterung für die Prüfung von Baumaßnahmen, da eine manuelle Prüfung der Berechnung, wie zum Beispiel das Nachrechnen des Aufmaßes mit dem Taschenrechner, damit entfallen kann.

Die Abrechnungsstelle der Bahn erzeugt anschließend aus der DA11-Datei eine Mengen- und Preisermittlungsliste, die dann durch die Bauüberwachung der Bahn und durch den relevanten Mitarbeiter von Hasselmann auf Übereinstimmung mit den Aufmaßen und den als unstrittig festgestellten Leistungen kontrolliert wird. Daraufhin erhält Hasselmann eine Buchungsliste, auf deren Grundlage die Buchhaltung eine Abschlagsrechnung erzeugt. Dabei muss der Betrag auf der Rechnung exakt dem Betrag der Buchungsliste entsprechen.

Voraussetzungen für die Bauabrechnung erfüllt
Zur Arbeitsweise mit MWM-Libero erläutert Bauingenieur Schietrumpf: “Wir können die Aufmaße im Programm strukturiert zu den Positionen erfassen, zur jeweiligen Abschlagsrechnung sowie zur Schlussrechnung die dazugehörige DA-11 Datei erstellen und erfüllen somit die Voraussetzungen für die Bauabrechnung mit der Deutschen Bahn.“ Setzt doch der Bahnkonzern überwiegend die von MWM-Libero unterstützte Verfahrensverschreibung REB 23.003, Ausgabe 2009 ein.

Zusätzlich erfasst man bei Hasselmann mit dem Programm des Bonner Softwarehauses die voraussichtlichen Abrechnungsmengen (VAM) je Position. Die Übergabe dieser VAM-Werte wird vom Bahnkonzern für bestimmte Projekte gefordert, um rechtzeitig zu erkennen, ob die geplanten Mengen den tatsächlich abzurechnenden entsprechen. Bei eventuellen Abweichungen ist somit die Basis für eine frühe Gegensteuerung gegeben. MWM-Libero stellt die VAM-Werte nicht nur in einer übersichtlichen Tabelle dar, sondern kann diese auch per Schnittstelle an das Projektsteuerungssystem der Deutschen Bahn übertragen. Der gesamte Vorgang erspart sowohl dem Auftraggeber als auch dem Auftragnehmer Zeit und minimiert potenzielle Fehlerquellen.

www.hasselmann-gmbh.de

 

Über MWM
Im Juli 1992 gründeten Dipl.-Ing. (FH) Michael Hocks und Dipl.-Ing. Wilhelm Veenhuis die MWM Software & Beratung GmbH mit dem Ziel Dienstleistungen und EDV-Lösungen für branchenspezifische IT-Fragestellungen im Bauwesen anzubieten. Besonderes Augenmerk legten die beiden geschäftsführenden Gesellschafter dabei auf Aufmaßprogramme für tragbare Rechner. Über 2.500 Kunden mit über 11.500 Installationen beweisen den Erfolg des Unternehmens. So bietet MWM Interessierten unter anderem das GAEB-Konvertierungstool MWM-Primo, MWM-Libero für Aufmaß, freie Mengenermittlung und Bauabrechnung, MWM Piccolo für LV und Aufmaß auf Android-Geräten, MWM-Pisa für die Angebotsbearbeitung, MWM Rialto für die Umwandlung von GAEB- in Excel-Dateien, den DA11-Konverter MWM-Ponto etc.

Seit 2000 ist MWM Mitglied im Bundesverband Bausoftware e.V (BVBS). Seit 2001 ist Wilhelm Veenhuis im Vorstand des BVBS, seit 2006 leitet er den Arbeitskreis „Datenaustausch", seit 2006 leitet er den Arbeitskreis "Datenaustausch" und seit 2008 die Arbeitsgruppe "GAEB-Experten im BVBS".

Weitere Informationen zu MWM-Libero erhalten Sie von...

MWM Software & Beratung GmbH   
Combahnstraße 43
53225 Bonn
Fon 0228 / 400 68-0
E-Mail info@mwm.de

blödorn pr
Heike Blödorn
Alte Weingartener Straße 44
76228 Karlsruhe
Fon 0721 / 920 46 40
E-Mail: bloedorn@bloedorn-pr.de   

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